Ein Funnel entwickelt seine besondere Stärke dann, wenn durchdachtes E-Mail-Marketing zum Einsatz kommt.
Mit Hilfe der unvergleichlichen Kraft der direkten, persönlichen Verbindung, die E-Mails ermöglichen, kannst du nicht nur Expertise und Vertrauen aufbauen, sondern auch dein Produkt vorstellen und erfolgreich verkaufen.
In diesem Kurs-Teil zeige ich dir, wie du deine E-Mail- Willkommenssequenz aufbaust, mit deren Hilfe du deine Abonnenten innerhalb von drei Wochen vom „Willkommen“ bis zum ersten Produktverkauf begleitest.
Das Ganze ist in 5 Phasen aufgebaut.
Phase 1: Die Willkommens-Phase
Die erste Phase besteht aus zwei Mails:
Willkommens-E-Mail (Tag 0)
Du erinnerst dich bestimmt: Ganz am Anfang dieses Kurses haben wir bereits über die Willkommens-E-Mail gesprochen. So wie einen fremden Besucher in deinem Haus, begrüßt du hier deine neuen E-Mail-Abonnenten.
Es ist eine der wichtigsten E-Mails in deinem Funnel!

Einführungs-E-Mail (Tag 1)
Nach dem ersten „Hallo“ ist es Zeit, ein bisschen tiefer zu gehen.
(Lass bis zur zweiten Mail nicht zu viel Zeit verstreichen – deine Abonnenten sind jetzt intensiv im Thema und freuen sich auf weiteren Input!)
Aber wie fängst du das am besten an?
Vielleicht mit einer Geschichte, die zeigt, wer du bist und warum du tust, was du tust. Diese E-Mail ist die perfekte Gelegenheit, eine persönliche Verbindung aufzubauen und zu zeigen, dass hinter deinem Unternehmen mehr steckt als nur ein Angebot. Gibt es eine Inspiration oder ein besonderes Erlebnis, das dich zu deinem Freebie oder Produkt geführt hat? Teile es – und lass deine Leser Teil deiner Reise sein.
In dieser Phase ist es entscheidend, nicht nur Informationen zu übermitteln, sondern auch Emotionen zu wecken und Neugierde zu schüren. Zum Beispiel indem du ihnen einen Einblick gibst, was sie als Nächstes erwartet, und ihnen das Gefühl gibst, dass sie an etwas Großem teilhaben.

Der Funnel Masterplan
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Phase 2: Mehr als nur ein Kurs – Bildung, die verbindet
Als nächstes geht es darum, tiefer in die Welt des Lernens einzutauchen und deinen Abonnenten echten Mehrwert zu bieten. Nennen wir es die „Bildungsreise“. Es können zwischen 3 und 5 E-Mails sein.
Wertvolle Inhalte (Tag 4, 6 und 9)
Erinnerst du dich an das letzte Mal, als du etwas Neues gelernt hast und es nicht abwarten konntest, mehr zu erfahren? Genau dieses Gefühl möchtest du bei deinen Abonnenten wecken.
In den nächsten E-Mails deiner Serie geht es darum, tiefer in die Materie einzutauchen, die dein Freebie angeschnitten hat.
Aber wie schaffst du es, dass deine E-Mails nicht nur gelesen, sondern regelrecht verschlungen werden?
- Zum einen durch praxisnahe Tipps, die direkt umsetzbar sind – denn nichts ist frustrierender als Theorie ohne Anwendung.
- Zum anderen durch Fallstudien, die zeigen, wie andere die gleichen Herausforderungen gemeistert haben. Gut erzählte Erfolgsgeschichten vermitteln nicht nur Wissen, sondern inspirieren und motivieren.
- Und schließlich – der Umgang mit Fehlern. Jeder macht sie, aber nicht jeder spricht darüber. Warum also nicht eine E-Mail widmen, die sich den häufigsten Stolpersteinen widmet und aufzeigt, wie man sie elegant umgeht? Dieser ehrliche Ansatz baut nicht nur Vertrauen auf, sondern stellt auch eine tiefere Verbindung her, indem er zeigt: Du bist nicht allein auf diesem Weg.
Diese Phase ist deine Gelegenheit, als vertrauenswürdige Quelle und Mentor aufzutreten, der nicht nur lehrt, sondern auch begleitet. Durch die Kombination aus praktischem Wissen, realen Beispielen und dem offenen Umgang mit Fehlern schaffst du eine Lernumgebung, die mehr ist als nur ein Austausch von Informationen.
In diesen E-Mails kannst du – wo passend – auch subtil auf dein Produkt hinweisen. Warum? Weil du bereits einen Kontext geschaffen hast, in dem deine Lösung nicht nur als weiteres Angebot erscheint, sondern als natürlicher nächster Schritt auf dem Weg deiner Abonnenten.
Phase 3: Vom Problem zur Lösung – Eine sanfte Überleitung
Nun starten wir einen sanften Übergang von rein informativen Inhalten zu einer Einführung deines Produkts. Das Ziel ist hierbei, nicht aufdringlich zu wirken!
In dieser Phase geht es genau darum – die Brücke zu schlagen zwischen dem, was deine Abonnenten bereits gelernt haben, und dem, was sie mit deinem Kurs (oder E-Book etc.) erreichen können.
Problem & Lösung (Tag 12)
Kennen deine Abonnenten das Gefühl, trotz aller Anstrengungen und dem neu erworbenen Wissen an bestimmten Punkten festzustecken? Hier setzt du an, indem du ein allgemeines Problem oder einen Schmerzpunkt aufgreifst, der weit verbreitet ist und den dein Kurs adressiert.
Aber wie machst du das, ohne gleich in den Verkaufsmodus zu schalten?
Indem du empathisch zeigst, dass du die Herausforderungen deiner Abonnenten verstehst und teilst. Es geht darum, Verständnis und Mitgefühl zu zeigen, nicht um sofortige Lösungen zu verkaufen. Eine sanfte Erwähnung deines Kurses als mögliche Lösung reicht aus, um das Interesse zu wecken, ohne den Druck zu erhöhen.
Einleitung des Kurses (Tag 14)
Nun, da das Interesse geweckt und die Neugierde angestachelt ist, wie führst du deine Abonnenten weiter an deinen Kurs heran?
Die Antwort liegt in der Kunst, nicht nur zu erzählen, was der Kurs ist, sondern vor allem, welchen Wert er bringt. Was macht deinen Kurs einzigartig und unverzichtbar für jemanden, der das Problem lösen möchte, das du zuvor angesprochen hast?
Es geht nicht darum, alle Inhalte und Module aufzuzählen, sondern die Kernbotschaft deines Kurses hervorzuheben: das Versprechen einer Transformation oder Lösung. Warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für diesen Kurs? Welche Tür öffnet sich für deine Abonnenten, wenn sie sich entscheiden, diesen Schritt mit dir zu gehen?
In dieser Phase ist Fingerspitzengefühl gefragt. Es geht darum, Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen, indem du zeigst, dass du die Probleme deiner Abonnenten ernst nimmst und eine durchdachte Lösung anbietest.
Kündige hier an, dass sich die Türen bald öffnen und dein Kurs dann zu kaufen sein wird! (Oder kündige ein besonderes Angebot ein etc.)
Phase 4: Der entscheidende Schritt – Verkaufen mit Herz und Verstand
Jetzt, wo du eine Beziehung aufgebaut und den Wert deines Kurses demonstriert hast, wie führst du deine Abonnenten zu der Entscheidung, tatsächlich zu kaufen?
Diese Phase ist entscheidend und erfordert eine sorgfältige Balance zwischen dem Aufzeigen des Werts und dem sanften Anstoßen zur Handlung.
Zeitlich begrenztes Angebot (Tag 15)
Hast du schon einmal bemerkt, wie eine Frist unsere Entscheidungen beeinflussen kann? Genau dieses Prinzip kommt hier zum Einsatz.
Durch die Einführung eines zeitlich begrenzten Angebots schaffst du ein Gefühl der Dringlichkeit – aber es ist wichtig, dass dieses Angebot echten Wert bietet und kein künstlicher Verkaufstrick ist.
Wie kannst du also sicherstellen, dass dein Angebot als aufrichtig und wertvoll wahrgenommen wird?
Indem du klar kommunizierst, was das Angebot beinhaltet und warum es besonders ist. Vielleicht ist es ein Rabatt, ein zusätzliches Bonusmaterial, ein exklusiver Zugang zu weiteren Ressourcen oder das allgemeine Öffnen der Verkaufs-Tore (weil es den Kurs nicht immer zu kaufen gibt).
Das Wichtigste ist, dass es einen echten Anreiz bietet, jetzt zu handeln, und sich nahtlos in das einfügt, was du bisher aufgebaut hast.
Erinnerungsmails (Tag 17 und 19)
Wir alle kennen das – manchmal braucht es einen kleinen Schubs, um uns von einem „Vielleicht“ zu einem „Ja“ zu bewegen. Wie kannst du diesen Schubs geben, ohne aufdringlich zu wirken? Durch freundliche Erinnerungen, die nicht nur an das Angebot erinnern, sondern auch den Wert und die zeitliche Begrenzung hervorheben.
Hierbei geht es darum, Vertrauen zu stärken und die Vorstellung zu wecken, welchen Unterschied dein Kurs im Leben deiner Abonnenten machen kann.
Folgende Inhalte sind in diesen E-Mails sinnvoll:
- Beschreibe ausführlich, was der Kurs beinhaltet und für wen der Kurs geeignet ist.
- Gehe auf Zweifel ein, die potentielle Käufer daran hindern, deinen Kurs zu kaufen.
- Füge viele Erfahrungsberichte und Rezensionen von bisherigen Teilnehmern ein.
Letzte Chance (Tag 21)
Der letzte Tag eines Angebots kann eine starke Motivation sein.
Eine „Letzte-Chance“-E-Mail sollte klar und unmissverständlich sein und die Dringlichkeit betonen, ohne Druck auszuüben. Sei ehrlich und direkt.
Es ist der Moment, in dem du zusammenfasst, was auf dem Spiel steht – die Veränderung, die dein Kurs bietet, und das einzigartige Angebot, das bald endet.
In dieser Phase des E-Mail-Marketings geht es darum, mit Integrität zu verkaufen. Es geht nicht darum, den Verkauf um jeden Preis zu erzwingen, sondern darum, deine Abonnenten zu einer Entscheidung zu führen, die im Einklang mit ihren Bedürfnissen und Wünschen steht.
Phase 5: Nach dem Angebot – Wertschätzung zeigen und Feedback
Der Kauf ist getätigt, der Kurs beginnt – aber bedeutet das, dass die Kommunikation endet? Ganz im Gegenteil. Jetzt ist der perfekte Moment, um Dankbarkeit zu zeigen, Unterstützung anzubieten und die Grundlage für eine langfristige Beziehung zu legen.
Dankes-E-Mail (nach Kauf)
Schreibe eine herzliche Dankesnachricht in der du deinen Käufern zeigst, wie sehr du ihre Entscheidung schätzt, dass sie sich für deinen Kurs entschieden haben. Diese E-Mail ist mehr als nur eine Bestätigung des Kaufs – sie ist eine persönliche Wertschätzung und ein Willkommensgruß in deiner Community.
In dieser E-Mail kannst du praktische Details wie den Zugang zum Kurs und die nächsten Schritte teilen. Aber vergiss nicht, auch die emotionale Seite anzusprechen. Ihre Entscheidung war wertvoll – und sie können mit dem Kurs eine Menge erreichen!
Feedback
Nach dem Angebot, bzw nach dem Kauf solltest du irgendwann um Feedback bitten.
Zum einen solltest du diejenigen Fragen, die den Kurs nicht gekauft haben, warum sie es nicht getan haben. Erstelle dazu eine kleine Umfrage, die elektronisch innerhalb weniger Minuten ausgefüllt werden kann (viele Fragen einfach nur zum Anklicken – und eine am Schluss, bei der man auch etwas schreiben kann). Das Feedback, das du hier bekommst, kann sehr wertvoll sein. Schließlich willst du dein Angebot und auch deine E-Mails immer weiter verbessern.
Zum anderen solltest du auch bei deinen Käufern nachhaken und per E-Mail fragen, ob sie zufrieden sind und schon erste Erfolge gefeiert haben. Eine solche E-Mail zeigt, dass du nicht nur an einem Verkauf interessiert warst, sondern tatsächlich weiterhelfen möchtest.
Engagement
Aber Feedback einzuholen ist nur der Anfang. Biete auch Unterstützung an, sei es durch FAQs, zusätzliche Ressourcen oder Zugang zu einer Community. Und gib einen Ausblick darauf, was noch kommt. Vielleicht hast du Pläne für zukünftige Kurse, Events oder exklusive Inhalte für Kursteilnehmer?
Diese Phase ist deine Gelegenheit, die Beziehung zu deinen Kunden zu stärken und zu einer echten Gemeinschaft zu wachsen. Es geht darum, den Wert über den Kauf hinaus zu zeigen und eine Umgebung zu schaffen, in der Lernen und Wachstum gefördert werden.
Indem du diese Strategien anwendest, eröffnest du nicht nur die Tür zu erfolgreichen Verkäufen, sondern baust auch dauerhafte Beziehungen zu deinen Abonnenten auf. Erinnere dich daran, dass jeder E-Mail-Austausch eine Gelegenheit ist, Vertrauen zu stärken und deinen Wert zu beweisen. Sei also bereit, mit Herz und Verstand zu agieren, und beobachte, wie deine Gemeinschaft und dein Erfolg gemeinsam wachsen.
